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Jan 31 2019

Grundsteuer-Vergleich: Das Steuerloch für Immobilienbesitzer, vergleich hypothekendarlehen.

#Vergleich #hypothekendarlehen

Grundsteuer: Willkürlich, veraltet, intransparent

Grundsteuer auf Immobilienbesitz ist eine wichtige Einnahmequelle für Kommunen, zumal sie deren Höhe selbst bestimmen. Wo Eigentümer die höchste und niedrigste Grundsteuer zahlen und warum das nicht so bleiben kann.

Der Grundsteuer-Hebesatz der Gemeinden kann die Lage zusätzlich verteuern.

Am vergangenen Montag bekam Bottrops Oberbürgermeister Frank Tischler eine Liste mit 10.000 Unterschriften überreicht. Die Forderung der Unterzeichner: Die Stadt soll auf die geplante Erhöhung der Grundsteuer B verzichten, die für Grundstücke mit Wohnungen gilt. Die Steuer würde alle Hausbesitzer und Wohnungseigentümer betreffen und über erhöhte Nebenkosten auch die Mieter erreichen. Bottrops Stadtkämmerer hatte argumentiert, dass die zusätzlichen Steuereinnahmen dringend benötigt würden, um die Sparziele der Stadt zur erreichen. Den Einwohnern in Bottrop ist das herzlich egal – die Gegner der Erhöhung hatten in nur vier Wochen die überreichten Unterschriften beisammen.

Die Grundsteuer ist vielerorts ein Ärgernis für Haus- und Grundbesitzer. Ist eine Stadt knapp bei Kasse, ist die Erhöhung der Grundsteuer ein beliebtes Mittel, für neue Einnahmen zu sorgen. Die Grundsteuern A (unbebaut, Land- und Forstwirtschaft) und B (bebaut oder bebaubar) sind eine zentrale Einnahmequelle der Kommunen, über deren Höhe die Stadträte ohne Zutun der Landes- oder Bundesregierung ganz eigenständig entscheiden können. Insbesondere die Erhöhung der Grundsteuer B, die den gesamten Wohnungsbau erfasst, ist für Kommunen ohne großes Risiko möglich. Schließlich können Immobilien nicht mal eben woandershin verlegt werden.

Zudem betrifft die Grundsteuer nicht nur Immobilienbesitzer, sondern auch Mieter, denn Vermieter dürfen die Grundsteuer auf die Hausbewohner umlegen und über die jährliche Nebenkostenabrechnung von ihnen einfordern. Kaum ein Eigenheimbesitzer oder Vermieter wird die Kommune verlassen, weil die Grundsteuer steigt. Politischer Druck durch die Bürger wie in Bottrop bleibt damit oft das einzige Mittel, um eine Steuererhöhung zu verhindern. Peter Rasche, Vorsitzender des Eigentümerverbands Haus Grund Rheinland, hatte im Sommer rasches Handeln gefordert: „Die Wohnkosten für Eigentümer und Mieter steigen unmittelbar, wenn die Grundsteuer angehoben wird. Letztes Jahr ist das schon wieder in fast jeder zweiten NRW-Kommune passiert. Hier braucht es dringend eine Trendwende.“


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